Macht Euch die Erde untertan

Macht Euch die Erde untertan

Macht euch die Erde untertan
Macht euch die Erde untertan

Wissenschaft

Der Satz, „Macht Euch die Erde untertan“ passt nicht in wissenschaftliche Betrachtungen. Dank der Wissenschaft wissen wir heute, dass wir Menschen durch Evolution entstanden sind und uns genetisch nicht riesig von anderen Lebewesen unterscheiden – von Tieren und Pflanzen. Das bedeutet auch, dass es einen gemeinsamen Ursprung für Leben gibt. Ständig werden wir mit neuen Erkenntnissen zu Tieren überrascht – Tiere die ihre eigene Intelligenz für ihre Lebensbedürfnisse entwickelt haben. Selbst Emotionen und soziales Verhalten konnte belegt werden.

Hier einige Links zur Intelligenz von Tieren:
http://www.br.de/themen/wissen/intelligenz-kraehen-raben-rabenvoegel-100.html

http://www.huffingtonpost.de/2013/12/23/studie-menschen-nicht-intelligenter-als-tiere_n_4493855.html

http://www.spektrum.de/news/meinung-schluss-mit-dem-mythos-vom-dummen-tier/1346201 

Bäume kommunikzieren
Bäume kommunikzieren

Inzwischen wurde wissenschaftlich belegt, dass Bäume untereinander kommunizieren und ihren, vom Sonnenlicht nicht gut versorgten Nachkommen, Nährstoffe abgeben um sie zu erhalten und wachsen zu lassen. Über diesen Link kannst Du das anhören.

Es gibt also genügend wissenschaftliche Gründe, mit unserer Umwelt und allem Leben darin, rücksichtsvoll umzugehen.

Religion – Monotheismus und Poltheismus

Leider gibt es da den fatalen Satz in der Bibel:  Macht Euch die Erde untertan.“ (1. Mose/ Genesis 1,28). Religiös betrachtet wurde, je nach Religion etwas unterschiedlich, alles von Gott (Monotheismus) oder den Göttern (Polytheismus) erschaffen. Davon kann religiös abgeleitet werden, dass alles, was von Gott geschaffen wurde, schon deshalb schützenswert ist.  Zerstörung wäre nach dieser Logik Gotteslästerung oder gottlos. Natur Religionen – meist Polytheismus – gehen zum großen Teil sehr rücksichtsvoll mit anderen Kreaturen um.

Ich weis nicht, wie dieser Satz „Macht Euch die Welt untertan“  im Ursprung hieß, wer ihn geschrieben hat und wie er übersetzt wurde.  Ich weiß aber, wie er seit Jahrtausenden und vor allem in den letzten 200 Jahren interpretiert wurde und wird.  Wir zerstören systematisch unsere Welt.
Vermutlich meinte dieser Satz mal zur Zeit seiner Entstehung: „Besiedle die Welt und bewahre sie – kümmere dich um sie“ oder „Bestelle deinen Acker, damit du ernten kannst“ – oder auf Kölsch „von nix kütt nix“.

Es gibt seit längerer Zeit eine heftig geführte Diskussion darüber, ob nun der Monotheismus verantwortlich für die rapide fortschreitende Zerstörung der Welt ist oder nicht. Ein Blick auf die Weltkarte hilft da vielleicht ein wenig weiter. Welche Religionen bzw. Menschen dieser Religionen, haben vorrangig fremde Regionen erobert und deren Natur zerstört und tun das immer noch?

Ohne Seele

Da fällt mir eine Unterhaltung aus den 80 er Jahren ein. Ich arbeitete damals als Angestellter  in Augsburg. Hin und wieder unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die für Personalarbeit zuständig war. Wir verstanden uns recht gut und plauderten oft über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen – über Gott und die Welt. Im Rahmen einer solchen Unterhaltung sagte diese Dame: „es ist nur schade, dass die Schwarzen keine Seele haben.“ Vermutlich war gerade ein Afrikaner eingestellt worden. Auf mein Nachfragen hin, woher sie denn diese Vorstellung habe, kamen in ihrer Antwort die Begriffe Kirche und Pfarrer und Mutter vor. Ich hatte so etwas noch nie gehört, auch nicht in einer Kirche oder von einem Pfarrer.
Mir fällt diese Unterhaltung deshalb ein, weil gerade die Kirchen dabei mitgemacht haben, sich die Erde untertan zu machen – wer sich mit Missionierungsvorgängen beschäftigt hat, kann sich vorstellen, was ich meine.
Wenn andere als „Nichtmenschen“ diskriminiert werden, fällt es einem aufrechten Gläubigen leichter, diese zu unterdrücken, sie sich untertan zu machen.

Entwicklung der Erde – mit oder ohne die Menschen

Der Erhalt unserer Erde geht mir vor Wirtschaftlichkeit. Das ist einer meiner Grundwerte.
Seit Jahrzehnten befasse ich mich mit Wirtschaft. Ich bin keinesfalls wirtschaftfeindlich – im Gegenteil. Aber Wirtschaft allen gedacht, ohne deren Auswirkungen zu berücksichtigen, ist eben zu kurz gedacht.
Wir stehen heute vor der Frage, wollen wir uns als Menschen weiterentwickeln und schonend mit unseren Ressourcen umgehen oder wollen wir, dass sich die Erde ohne und weiterentwickelt?

Siehe dazu auch meinen Beitrag:
Grundwerte
Die Welt unter einem Dach

Fragen zur Weltbevölkerung
Schluss mit dem Gezeter
Ursachen der Flüchtlingsströme

 

 

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