Griechenland 1 Demosthenes und Asterix

Griechenland 1 Demosthenes und Asterix  

Demosthenes

Vor Jahrzehnten wurde in Rhetorikseminaren regelmäßig über Demosthenes (384 bis 322 v. Chr.) gesprochen und Reden dienten als Übungsgrundlage. Demosthenes war ein bekannter griechischen Redner und Staatsmann. Eine wichtige Rhetorikübung war für jeden Teilnehmer, einen Ausschnitt der Rede über den Frieden, vorzutragen. „Ich sehe zwar, Ihr Männer Athens, dass die gegenwärtigen Zustände voller Schwierigkeiten und Verwirrung sind, nicht nur weil wir ….“  Einen Teil davon kenne ich noch auswendig.

Die ersten bekannten Demokratien waren die antiken griechischen Stadtstaaten – allen voran Athen. Diese antiken Attischen Demokratien, gingen aus einem gemeinsamen Kampf der Reichen, die sich mit dem Volk verbündet hatten, gegen den Adel hervor. Alle männlichen Vollbürger (über 20 Jahre alt) hatten ein Mitbestimmungsrecht. In dieser speziellen Rede von Demosthenes ging es um die politische und auch kriegerische Auseinandersetzung mit König Philipp von Mazedonien, dem Vater von Alexander dem Großen.

Interessierte können hier die Rede über den Frieden nachlesen. Leider nur in Deutscher Schrift.

Griechenland 1
Griechenland 1

Heute wird auch viel von Schwierigkeiten und Verwirrung im Zusammenhang mit Griechenland gesprochen.

Vor wenigen Tagen hatte ich bei einer Besorgung ein flüchtiges Gespräch mit einem Bekannten, wobei es diesem Bekannten besonders wichtig war, neben anderen politischen Feldern, mir auch seine Meinung über die Griechen mitzuteilen.

Zitat:“ Die Griechen, die faulen Schweine, ………     da bekommen die Rentner jetzt auch noch Weihnachtsgeld.“ Zitat Ende. (Weihnachten war übrigens längst vorbei.)

Da ich diese Meinung nicht teile habe ich versucht, die Gesamtsituation darzustellen und zu differenzieren. Leider war die Bereitschaft, mir zuzuhören bei meinem Bekannten nicht sehr ausgeprägt.

Asterix

Im Zusammenhang mit Griechenland fallen mir Asterix Comics ein. Früher, vor Jahrzehnten, als diese Hefte herauskamen, war ich ein Anhänger der Asterix Hefte. In diesen Comics wurden die Klischees zu den verschiedenen Völkern aus meiner Sicht sehr gut nachgezeichnet. Asterix Freunde wissen was ich meine. Durch

Asterix
Asterix

Überzeichnung und Vereinfachung wurde ein meist liebevolles Bild der Bewohner der jeweiligen Länder vermittelt.

In „Asterix bei den olympischen Spielen“ wurden die Griechen beschrieben.

Die Griechen wurden hier als durchaus agiles Volk mit vielen Verwandten beschrieben. Der Reiseführer hatte natürlich einen Cousin, bei dem übernachtet werden konnte und einen Schwager, der ein Restaurant führte, einen Vetter der dolmetschen konnte usw.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf meinen Beitrag „Arme Länder reiche Länder 2“ in dem ich in der zweiten Hälfte über Korruption geschrieben habe.

Eine über Jahrhunderte geprägte Mentalität mit ihren Strukturen, ist nicht so einfach durch die Mitgliedschaft an einer Gemeinschaftswährung zu überwinden. Das gilt nicht nur für Griechenland. Gerade in jüngster Zeit erleben wir, wie sich Menschen anderer Länder mit unserer deutschen Mentalität schwer tun. Wertungen wie gut und schlecht, richtig und falsch, will ich hier nicht vornehmen.

Euroeuphorie

Im Jahr 1998 habe ich im Auftrag eines europäischen Automobilfabrikats, Seminare für die deutschen Händler der Marke durchgeführt. Es ging dabei um die Einführung des Euro als Buchgeld ab dem 01.01.1999. Ich erinnere mich noch deutlich an die Euphorie mit der wir  Trainer damals die Botschaften vermittelten. In meinem Kopf entstanden Bilder von Reisen ohne Geldumtausch und ohne Umrechnungen in europäische Länder, auch von griechischen Inseln. Griechenland hatte ich dreimal bereist, dreimal vor der Euroeinführung. Schon damals gab es Mahner – doch die wollte ich derzeit nicht hören.

 

Siehe auch meinen Beitrag:  Griechenland 2 – Fehler des Euro

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