Schluss mit dem Gezeter

Schluss mit dem Gezeter
Jetzt reicht es mir

Politisches Chaos 

Schluss mit dem Gezeter - Afrika -
Schluss mit dem Gezeter
– Afrika –

Seit in Deutschland Flüchtlinge in großer Zahl ankommen, habe ich den Eindruck von politischem Chaos.
Wer ist für den verbreiteten Stimmungswechsel verantwortlich?

Aus einer Flüchtlingssituation wurde erst eine Flüchtlingswelle und dann schnell verbal zur Flüchtlingskrise aufgerüstet. Laufen plötzlich alle den Populisten nach?
Ich denke Ja. Schluss mit dem Gezeter!

Ein paar Fakten:

Vor fünf Jahren gab es einige Kenner der Region des nahen Ostens, die darauf hingewiesen haben, dass der Syrienkonflikt sehr viele Flüchtlinge verursachen wird. Wenn wir, Europa, nicht rechtzeitig überlegt und umsichtig politisch agieren, werden in etwa vier Jahren die Flüchtlinge vor unserer Tür stehen. Die Kenner haben sich geringfügig geirrt. Es dauerte fast fünf Jahre.

Laut UNO sind aktuell ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Was hat uns und unsere Politiker so eingelullt, dass wir glaubten, dass uns das nicht berührt? Wohin sollen diese Menschen gehen?

Die Flüchtlingsbewegung Richtung Europa läuft nicht erst seit dem Sommer 2015. Seit einigen Jahren versuchen Tausende, vielfach in Booten über das Mittelmeer, in Europa nach einem sicheren Leben. Schluss mit dem Gezeter!

Ursachen bekämpfen

Seit Sommer höre ich auch aus den Mündern vieler Politiker: „Wir müssen die Ursachen bekämpfen“. Prima, denke ich – aber was meinen sie wirklich damit?

Schlepper bekämpfen, Boote bereits vor dem Ablegen zerstören, Menschen daran hindern, die völlig überfüllten Lager z.B. im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei zu verlassen.
Den Dümmsten fallen dann noch solche Maßnahmen ein wie z.B. hohe Zäune errichten und viel abschreckende Polizei oder Militär an den Grenzen aufzustellen.

Die tatsächlichen Ursachen interessieren kaum jemanden. Hier und am Ende dieses Beitrags habe ich einen Link zu den Ursachen eingefügt..

Jagt auf die Kanzlerin

Ob sich nun Frau Merkel anfangs offen für die Aufnahme von Flüchtlingen gezeigt hat oder nicht – es wären genau so viele sowieso gekommen. Es spielt nach meiner Auffassung keine Rolle. Doch jetzt gibt sie einen prima „Prügelknaben“ für alle die ab, die Morgenluft wittern und sich rechtzeitig in Stellung bringen wollen. Es scheint nicht mehr um die Zahl der Flüchtlinge zu gehen sondern darum, die Kanzlerin zu demontieren. (Dafür hätte es vorher genug Gründe gegeben.)

Schluss mit dem Gezeter! Die Ursachen unseres Flüchtlings Aufnahme Chaos liegen im eigenen Land. Seit Jahrzehnten wird hier darüber diskutiert ein Einwanderungsgesetz zu erlassen. Ein Gesetzt, dass klare Regeln festlegt und die entsprechenden Strukturen schafft.

Ich will hier nicht den Fehler begehen, Einwanderer mit Flüchtlingen gleich zu setzen. Aber wenn wir Strukturen hätten, wäre auch die Aufnahme und Registrierung von Flüchtlingen geregelter abgelaufen. 

Politik nach demografischen Umfragen

Ich habe den Eindruck, dass wir in Deutschland und Europa seit langer Zeit mit einer Politik zu tun haben, die sich nicht mehr an den Herausforderungen der Zukunft orientiert und daran gemessen klare Ziele definiert und Veränderungen anstrebt. Nein, es wird Politik nach demografischen Umfragen gemacht. Politik rückt für mich immer weiter in die Nähe von Stammtischen.

Wenn Pegida und inzwischen auch die AfD gemeinsam mit anderen Rattenfängern lauthals dummes Zeug in die Welt posaunen, glauben unsere Politiker der etablierten Parteien, sie müssen das nun als Volksmeinung aufgreifen und selbst noch dümmer reagieren.

Die CSU hat sich schon immer traditionell auf die rechte dumpfe Seite geschlagen, um vermeintlich dort Stimmen abzufangen. Das gelingt ihr wohl auch. Es ist schade, dass eine Partei, die in Bayern durchaus Erfolge erzielen konnte, sich selbst über die Grenzen Bayerns hinaus so unanständig gibt.

Aber auch CDU und SPD bzw. deren Leute, die sich berufen fühlen, vor Mikrofonen auch etwas sagen zu müssen, treiben sich gegenseitig in immer exotischere Statements. Wollen nun alle die Pegida rechts überholen, nur weil es in einigen Bundesländern Landtagswahlen gibt?

Medien

Die Medien springen auf jeden Zug auf, der Verkaufszahlen bzw. Einschaltquoten verspricht. Was bleibt ihnen auch anderes übrig. Zeitungsverlage leben von Werbeanzeigen und vom Verkauf ihrer Printprodukte. Sender leben von Einschaltquoten – Einschaltquoten wiederum generieren Werbung. Ich bin weit davon entfernt, Medienschelte zu betreiben. Staatlich gesteuerte Medien sind der Untergang. Aber ich denke manchmal darüber nach, ob doch  Medien, so etwas wie die vierte Gewalt im Land sein können.

Es kotzt mich an

Also um es auf den Punkt zu bringen: Das Gezeter und die abstrusen Schuldzuweisungen kotzen mich an. Nicht die Flüchtlinge sind Schuld an der Situation vor der sie fliehen. Wir in Europa haben die langsam auf uns zukommende Situation verschlafen, wir haben sie aus der Ferne betrachtet. Wir waren und sind nicht darauf vorbereitet. Das ist das Problem. Und mit diesem Problem haben die Kreise und Kommunen zu kämpfen. Also, Schluss mit dem Gezeter!

Anerkennung für die Ehrenamtliche Helfer

Ohne die Unterstützung der vielen freiwilligen ehrenamtlichen Helfer, wäre längst alles zusammengebrochen. Von ihnen ist viel zu wenig die Rede. Danke 

Kriminalität

Wenn viel zu viele Menschen dicht zusammengedrängt ausharren müssen, ist es geradezu logisch, dass auch aus diesen Reihen Kriminalität entsteht. Auch dazu an anderer Stelle mehr. 

Villamondial - die Welt unter einem Dach
Villamondial – die Welt unter einem Dach

Lest hier weiter zu den Ursachen der Flüchtlingsströme

Seid endlich still

Seid endlich still

Ein Kollege schrieb mir heute die folgende Email.
Gerne gebe ich diesen Text hier weiter.
das weite Meer

Liebe Freunde,

ich kann mich noch genau daran inneren, wie im Jahr 1989 der Aufruf kam, Kerzen in die Fenster zu stellen, wenn man die Möglichkeit hatte, Menschen aus der damaligen DDR eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Unser Haus in Hessen war rundherum beleuchtet mit Kerzen und heute werden Flüchtlinge, die unsere Hilfe dringend benötigen, von Idioten und Arschgeigen bedroht, dies darf und kann nicht sein, die Vergangenheit hat uns dies gelehrt wie weit man mit solchen Parolen kommen kann.

Lesen Sie einmal „Spiegel Online“
http://spon.de/aezhI

Mit freundlichen Grüßen Ihr
J.W.

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Christliches Mittelmeer

Christliches Mittelmeer

Politisches taktieren

 

Christliches Mittelmeer
Christliches Mittelmeer

In den letzten Wochen häufen ich die Berichte über die schrecklichen Ereignisse auf den überfüllten Flüchtlingsbooten im Mittelmeer.

Mich ärgert das Taktieren unserer europäischen Politiker. Da werden Konferenzen abgehalten um danach die üblichen Allgemeinplätze zu veröffentlichen.

„Wir sehen uns zum Handeln aufgefordert.“ „Wir können ja nicht alle aufnehmen.“ „Wer soll denn die Kosten tragen?“ Wir sind nicht für die Situation in Afrika verantwortlich.“

 Sonntagsreden

In Sonntagsreden hören wir immer wieder die schönen Begriffe „Wertegesellschaft“. Welche Werte vertreten wir denn in unserer Gesellschaft? Wir sprechen gerne vom Christlichen Abendland. Ist das noch „christliches“ Verhalten, das wir Europäer derzeit zeigen? Wir haben politische Parteien, die sich christlich nennen und ein großes „C“ in ihrer Kurzbezeichnung tragen. Ist das sozial? Auch Parteien die ein großes „S“ in ihrem Namen tragen frage ich das.

 Schuld

Sicher, die Frage nach der Schuld ist ja berechtigt. Doch an erster Stelle müsste meiner Meinung nach die Rettung der Menschen stehen.

Wenn wir die Geschichte Afrikas mal genauer betrachten, finden wir durchaus auch Ansätze für ein wenig Mitverantwortung der Europäer für die Situation. Ich will hier nicht die Details des Kolonialismus, des Welthandels und des Währungssystems ausbreiten.
Doch auch in jüngerer Zeit hat Europa schnell gehandelt, als es darum ging, z.B. in Libyen militärisch einzugreifen, Waffen zu liefern und mehr. Nicht dass ich hier den Exdiktator Muammar al-Gaddafi verteidigen will. Nur, die Destabilisierung der Region wurde durch das Eingreifen der Europäer beschleunigt. Und gerade Libyen ist heute das Land, von dem aus die meisten Boote zur Fahrt in den Tod geschickt werden.

Aber es geht ja bei den Flüchtlingen nicht nur um Afrikaner, sondern auch um Menschen aus Ländern wie z.B. Syrien.

 Christliches Abendland

Da gibt es Leute, die sorgen sich um das Abendland, weil Flüchtlinge hier herkommen. Der Begriff Wirtschaftsflüchtlinge ist eine Verzerrung der Realität.

Menschen, die Hunger, Folter und Mord ausgesetzt sind, fliehen, um ihr Leben zu retten. Im letzten Jahrhundert sind viele Deutsche aus Deutschland geflohen – ist das schon zu lange her um sich daran zu erinnern? Da gab es Staaten, die diese Menschen aufgenommen hatten.

Wir haben in europäischen Häfen sicher auch einige ausrangierte alte Boote und Schiffe, in gleichem Zustand wie die Flüchtlingsboote. Vielleicht will jemand den Flüchtlingen zur Rettung des Abendlandes damit entgegenrudern?

 Eigeninitiative

Jenseits von Zynismus bewundere ich die Initiative von Harald Höppner mit vielen anderen freiwilligen und seiner Aktion Sea-Watch. Er hat ein altes ausrangiertes Schiff gekauft und rüstet es für private Rettungsaktionen im Mittelmeer um. Es soll bald losgehen.
http://www.stern.de/tv/sterntv/privat-initiative-sea-watch-kutter-soll-rettungsboot-fuer-fluechtlinge-werden-2180747.html

Außerdem stimme ich Herrn Rupert Neudeck, Mitgründer des Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V. Projektes zu. Damals ging es um die Rettung der sogenannten „Boatpeole“ im Bereich des Vietnamesischen Meers.

Herr Neudeck sprach vor wenigen Tagen im Fernsehen von der Rückkehr zum Prinzip „Mare Nostrum.“ Das wurde ausschließlich von der italienischen Marine und Küstenwache durchgeführt und finanziert. Herr Neudeck schlug vor, dass z.B. nun auch mal die deutsche Marine dort eine Weile lang zum Einsatz kommen könnte – und danach können sich ja auch weitere EU Staaten nacheinander ablösen.

Politik bewegt sich zäh

Nun, seit ca. einer Woche bewegt sich etwas. Aus der Politik kommen zum Teil abenteuerliche Vorschläge. Bemerkenswert fand ich den Vorschlag, die Fischerboote z.B. in Libyen kurz nach dem auslaufen, zu zerstören. Wie das gehen soll und was dann aus den Flüchtlingen wird, drang leider nicht bis an meine Ohren.

Der Geldbetrag, der für die „Rettung“ der Flüchtlinge ausgegeben wurde, wurde nun mal schnell verdreifacht. Das System wurde aber beibehalten. „Gefischt“ wird nach wie vor nur an der Küsten der Europäischen Union – und nicht wie bei „Mare Nostrum, dicht vor den Küsten Afrikas.“

Alternativlos

Die Bankenrettung vor einigen Jahren galt als alternativlos. Sie kostete viel Geld und wurde quasi über Nacht umgesetzt. (Auch die Rettung Griechenlands war in Wirklichkeit eine Bankenrettung. Die beschäftigt uns jedoch länger, weil dem Volk vorgegaukelt wurde, es gehe um Griechenland.)

Menschenrettung scheint nicht so alternativlos zu sein. Jedenfalls habe ich diesen Begriff im Zusammenhang mit der Rettung von Flüchtlingen nicht gehört.

Da kommen bei mir viele Fragen auf. Oft hören wir, es sei kein Geld da. Warum eigentlich nicht?

Das Thema wird uns noch weiterhin beschäftigen.
Doch genug für heute.

In einem weiteren Beitrag werde ich auch auf das Thema „Einwanderung“ und Bevölkerungsgröße eingehen.

Fracking in Deutschland

Fracking in Deutschland

Fracking und Natur

In der aktuellen Diskussion zum Thema Fracking in Deutschland werden gerne die USA als Beispiel herangezogen. Interessanterweise berufen sich Gegner und Befürworter dieses Verfahrens auf die Vereinigten Staaten von Amerika.

Fracking und Natur
Fracking und Natur

Die Meinung der breiten Bevölkerungsmehrheit scheint mir eher die Argumente der Gegner zu vertreten. Ich selbst bin auch sehr skeptisch.Die Politik eiert so dahin mit halbherzigen Gesetzesinitiativen die auf „ein bisschen“ und nur „zu Forschungszwecken“ hinauslaufen.

Der im großen Umfang betriebene Walfang der Japaner im Südpazifik wird ja angeblich auch nur zu Forschungszwecken betrieben.

Bevölkerungsdichte und Besiedelung

Der Vergleich zu den USA hat einen deutlichen Schönheitsfehler. Es ist die Bevölkerungsdichte. So beträgt die Bevölkerungsdichte der gesamten USA 33 Bewohner pro Quadratkilometer. In Deutschland beträgt diese Dichte jedoch 229 Bewohner auf gleicher Fläche.

 USA

Schaut man etwas genauer hin, so haben die Vereinigten Staaten riesige Landflächen, die kaum besiedelt sind. So leben an den Küsten des Atlantiks und des Pazifiks erheblich mehr Menschen (New York ca. 10.500 / qkm) während z.B. die nördlichen Binnenstaaten (Wyoming ca. 2,2 Einwohner / qkm) nur mit weniger als 5 Einwohner pro Quadratkilometer besiedelt sind.

Für weiter Interessierte hier ein Link:  http://www.us-infos.de/fakten-volk.html

Deutschland

In Deutschland sieht es da ganz anders aus. Hier zwei Zahlen zum Vergleich. In Berlin liegen wir mit 3.899 Menschen am oberen Ende und in Mecklenburg-Vorpommern mit 71 Einwohnern pro Quadratkilometer am unteren Ende der Tabelle.

Das macht deutlich, dass unser am wenigsten besiedeltes Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, mit 71 Menschen, immer noch mehr als doppelt so viele Einwohner als die gesamten USA im Durchschnitt mit 33 Einwohnern pro Quadratkilometer aufweisen.

Auch das können Sie nachlesen: http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61535/bevoelkerung-nach-laendern

Daraus lässt sich zumindest mal der Schluss ziehen, dass in den USA deutlich weniger Menschen von einer Fracking Maßnahme betroffen sind als das in Deutschland der Fall wäre.

Nun habe ich verschiedene Argumente von beiden Seiten gehört und in Filmbeiträgen auch gesehen. Tatsache ist, dass in den USA einige Fälle bekannt und dokumentiert sind, in denen die Menschen sehr stark betroffen sind und waren. Das ging in einigen Fällen bis zur Verseuchung ganzer Regionen. Dem kann man entgegen halten, dass über die Fälle, bei denen es keine Probleme gab, auch nicht berichtet wird und wurde.

Auch die Argumente der Betreiber und der Befürworter kenne ich. Heimische Energie sichern statt Abhängigkeit von anderen Ländern (in letzter Zeit wird häufig Russland in diesem Zusammenhang genannt). Absolute Sicherheit wird ebenso oft versichert und lange Erfahrung. Immer wieder, wenn es um Wirtschaftinteressen geht, werden die zu schaffenden Arbeitsplätze genannt.

Ich nehme das ebenso ernst. Doch denke ich, dass es eben Grenzen geben muss. Beim Abwägen zwischen Arbeitsplätzen und unternehmerischen Interessen einerseits und unserer dicht besiedelten Umwelt, in der wir alle leben wollen und müssen andererseits, schlägt mein Pendel doch mehr zum langfristigen Überleben in halbwegs erhaltener Natur.

Energiewende

Seit dem schweren Erdbeben in Japan am 11. März 2011 mit Tsunami und den zerstörten Reaktorblöcken in Fukushima, sprechen wir in Deutschland über die Energiewende.

Energiewende
Energiewende

Seit dem gab es viele schöne Sonntagsreden zu diesem Thema. Es gab aber vor allem viele Versuche, den Ausbau der Energiewende politisch auszubremsen. Beispiele sind die Kohleinteressen in Nordrhein Westfalen ebenso wie das Hickhack um die Stromtrassen von den Offshore Windanlagen der Nordsee nach Süddeutschland. Auch die Diskussion um die EEG Umlage hätte fast die erneuerbare Energien in Verruf gebracht.

Trotz dieser Hemmnisse ist es gelungen, den Anteil der erneuerbaren Energien auf einen Stromerzeugungsanteil von ca. 23 % zu steigern. Strom aus diesen Quellen fließt sogar schon in den Export. Wie groß bereits unsere Abhängigkeit von erneuerbaren Energien ist, hat kürzlich die partielle Sonnenfinsternis gezeigt. Im Vorfeld dieser Sonnenfinsternis wurde von Energieexperten befürchtet, dass das kurzfristige Ausbleiben der vollen Sonneneinstrahlung zu Problemen der Energieversorgung führen würde.

Dieser Vorgang zeigt, welche Bedeutung die Sonnenenergie bereits erlangt hat.

Das Fraunhofer Institut hat dazu Studien erstellt: http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/data-nivc-/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2014.pdf

Energie aus Wind, Wasser und Sonne verursachen keine eigentlichen Produktionskosten. Die Natur stellt keine Rechnungen. Außer den Investitionen fallen nur noch Kosten für Wartung an.

Unter dem Gesichtspunkt der Energiewende wird Fracking in Deutschland für mich noch fragwürdiger.

Griechenland 4 – Eulen nach Athen

Griechenland 4 – Eulen nach Athen

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Eulen nach Athen wurde zu Euro nach Athen. Dieser Tage las ich den Satz, statt „Eulen“ „Euro nach Athen tragen“ – durch die Veränderung von wenigen Buchstaben ergibt sich jedoch eine Umkehr der alten Redensart. „Eulen nach Athen tragen“.

Eulen nach Athen

Eule aus Athen
Eulen nach Athen

Im antiken Athen stand die Stadt unter dem Schutz der Göttin Athene. Das Symbol von Athene war die Eule. So kam es, dass in Athen an vielen Stellen die Schutzheilige figürlich dargestellt wurde. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Münzen Athens auf der Rückseite das Bild einer Eule trugen. Der offizielle Name der Münzen lautete Drachme. (!) Die Drachme wurde im gesamten Mittelmeerraum genutzt und wegen ihres Silbergehalts auch wertgeschätzt./* Die Athener nannten diese Münzen aber liebevoll „Eulen“. Es gab also genug Eulen in Athen. Wurden damals Eulen nach Athen getragen, dann bedeutete das, sie kommen zurück, dorthin, woher sie stammen.

Euro mit Eule
Euro mit Eule

Anders verhält es sich mit dem Euro – da gibt es zu wenig, zumindest in Athen und in ganz Griechenland.
Laut Bund der Steuerzahler fließen derzeit täglich ca. 60 Mio. € nach Griechenland. Das sind in einem Monat ca. 1,8 Milliarden €. Zum Vergleich, die EZB wirft derzeit monatlich 60 Milliarden Euro in den (Finanz-)Markt.

In einem Kommentar meines Blogs wurde ich gefragt, was denn die Parlamentarier im griechischen Parlament in den letzten Jahren getan haben.

Tragödie vor dem Eurobeitritt

Nun, die Tragödie begann vor dem Eurobeitritt Griechenlands. Griechenland konnte die Beitrittskriterien aufgrund seiner Schulden nicht erfüllen, wollte aber gerne dem Euroraum beitreten. Da nahte ein Retter in der Not, die Investmentgesellschaft Goldman Sachs. Es gibt da unterschiedliche Darstellungen, wer da auf wen zugegangen ist. Fest steht aber, dass Goldman Sachs mit einem komplizierten Derivate-Swaps – einem hochspekulativen Geschäft, den Griechen „formal“ ein paar Milliarden Schulden abgenommen haben und somit der griechischen Regierung halfen, gegenüber der Europäischen Union die „Bilanzen zu schönen“.
Mehr dazu hier. 
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39309/

Noch mehr Schulden durch diesen Deal

Wer sich schon einmal mit Goldman Sachs beschäftigt hat, der kann erahnen, wie dieser Deal für den griechischen Staat ausgegangen ist. Durch diesen Deal gelang es letztlich, die Schulden Griechenlands und die Gewinne von Goldman Sachs deutlich zu vermehren. Für diese Schulden sind nicht die „faulen Griechen“ schuld, sondern die damalige Regierung.

Das Parlament und die Parlamentarier

Gut, das griechische Parlament wurde vom Volk gewählt und dem Wahlausgang entsprechend wurde durch das Parlament die Regierung gebildet. Aber soweit möchte ich nicht gehen, darin eine Schuldzuweisung ans Volk zu sehen. Welche Informationen damals das griechische Parlament hatte, kann ich nicht feststellen. Der Deal musste geheim bleiben und die Regierung hatte sich gegenüber Goldman Sachs zur Geheimhaltung verpflichtet.
Seit dem ist in Griechenland mindestens dreimal oder öfter gewählt worden. Leider, so vermute ich, wird es in Griechenland kaum anders im Parlament zugehen, als bei uns – vielleicht lebhafter, ich glaube es gab mal vor Jahren Ansätze zu einer Schlägerei. Aber wie in vielen Parlamenten Europas, werden wohl auch die meisten griechischen Abgeordneten in ihrer Abstimmung ihren Fraktionsvorsitzenden folgen. Bei uns nennt man das Fraktionszwang.

Was mir in Erinnerung geblieben ist, ist die ständige Auseinandersetzung im Parlament zwischen dem Lager, das nun extrem sparen will um die Auflagen der Geldgeber (Troika) zu erfüllen und der anderen Seite, die nicht weiter das einfache Volk knebeln will, aber darüber hinaus Steuern eintreiben und Strukturen verändern will.

Die offensichtlichen Defizite, nämlich dort Steuern einzutreiben, wo was zu holen ist, sollen wohl jetzt angegangen werden. Aber darüber wird seit 2010 gesprochen. Und die Strukturen? Ich bin da skeptisch, ob Griechenland mitteleuropäische Strukturen wirklich will.

 /** um 400 v.Chr.fragte bereits der griechische Dichter Aristophanes in seiner Komödie „Die Vögel“. „Ich bitte, bringt man Eulen nach Athen?“ 

/* Die Stückelung hießen je nach Wert Drachme, Didrachme, Tetradrachme oder Dekadrachme.

Griechenland 3 – Pest oder Cholera

Griechenland 3 – Pest oder Cholera

 

Griechenland 3
Griechenland 3

Entwicklungshilfe

Griechenland erging es in den letzten Jahren nicht viel anders als so manchen Entwicklungsländern. Durch Auflagen der Geldgeber, EU, EZB und dem IWF wurde das Land verpflichtet, Reformen umzusetzen, die der Mentalität und den Strukturen der Griechen nicht unbedingt entsprachen. Das sehe ich wertfrei. Doch, wer zahlt bestimmt.

Die Institutionen

Die Troika, die nun nur noch als  “die Institutionen“ bezeichnet werden, hält an Auflagen gegenüber Athen fest. Bisher beinhalteten die Auflagen den Verkauf des „Tafelsilbers“. Dazu gehört z.B. der Verkauf der Häfen. Ich halte nichts davon, Infrastruktur zu privatisieren. Oft haben diejenigen, die diese Forderungen aufstellen, schon die Investoren im „Rucksack“ dabei. Doch was machen diese Investoren, wenn sich die Zeiten verändern und sich z.B. privatisierte Infrastruktur nicht mehr rechnet? Siehe dazu mein Beispiel Chile.

Die Verschuldung Griechenlands besteht heute weitgehend in der Währung Euro.

77 % Schuldendienst

Der Schuldendienst nimmt ca. 77 % der Hilfszahlungen in Anspruch. Das bedeutet, dieser Anteil geht direkt in den Finanzsektor. Beim Bürger im Land kann da nicht mehr viel ankommen.

D.h. der größte Teil der Hilfsleistungen der Geldgeber dient dazu, die Schulden Griechenlands bei den Banken, den eignen und den ausländischen Banken, zu tilgen – auch bei den deutschen Banken. Wie soll es da der Staat mit seinen Bürgern schaffen, diesen ständig wachsenden Schuldenberg zu tilgen?

Wenn Banken zahlungsunfähig werden, hat das Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft und wahrscheinlich auch darüber hinaus. Hier sehe ich einen fatalen Systemfehler, der aber kurzfristig nicht zu korrigieren ist.

Pest oder Cholera

Somit ist heute jede Vorgehensweise eine „falsche“ Vorgehensweise – zumindest eine mit negativen Folgen. Nach den Meinungen der sogenannten Experten ist mal die eine und mal die andere Vorgehensweise falsch, mit allen Begründungen.

Wird Griechenland nicht weiter unterstützt, wird der Staat pleite gehen. Ob und wann dann die Gläubigerbanken ihre Forderungen zurückerhalten, ist kaum seriös vorherzusagen. Vielleicht wäre das das „Ende mit Schrecken “.

Wird weiteres Geld nach Griechenland und somit wieder zu den Gläubigerbanken verbracht, wird dieser Zeitpunkt der Pleite noch weiter hinausgeschoben. Die Banken können zunächst befriedigt werden, das Volk leidet weiter. Der Schuldenberg wächst. Das halte ich für den „Schrecken ohne Ende“.

Ist das noch die Alternative zwischen Pest und Cholera?

Ende mit Schrecken
Ende mit Schrecken

In den letzten zehn Tagen konnten wir die wundersame Wandlung von Bundesfinanzminister Schäuble miterleben. Von zunächst schroffer Ablehnung einer Lockerung gegenüber Griechenland, „Griechenland muss sich an die Vereinbarungen halten“,  bis zum Verfechter einer Zustimmung für die Entscheidung im Bundestag – mit etwa den Worten „ innerhalb Europas müssen wir solidarisch sein.“

Nun hat sich Europa in dieser Woche (25.02.2015) und gestern der deutsche Bundestag (27.02.2015) für die Cholera entschieden. Na egal. Je mehr Geld in diese Situation gepumpt wird, desto größer wird der Schuldenberg Griechenlands. Je größer der Schuldenberg, desto größer werden bzw. desto länger dauern die Zahlungen Griechenlands in den Finanzsektor.

Manche Fachleute sprechen davon, dass die Schulden Griechenlands so oder so abgeschrieben werden müssen.

Wenn ich darüber nachdenke, wäre die Entscheidung für die Pest vielleicht doch besser gewesen.  Wer weiß das schon wirklich?

 Solidarität

In der alten Bundesrepublik gab es Regionen die wirtschaftlich schwach waren und deshalb finanzielle Unterstützung erhielten – sowohl aus Bundes- als auch aus EU Mitteln – z.B. Zonenrandgebiete. In diesem Fall schien Solidarität selbstverständlich. Es war und ist ein Teil Deutschlands.

Innerhalb der Europäischen Union fällt diese Solidarität noch schwer. Das liegt sicher zum Teil daran, dass jedes Land doch noch seine Eigenständigkeit behält und nur einen Teil der Zuständigkeiten an die EU abgegeben hat.  Wir erleben ja laufend die Rangeleien auf der Ebene der Regierungschefs um Regelungen und Ausnahmen für diese und jene Länder.

europäische Solidarität
europäische Solidarität

Sehr wahrscheinlich sind wir Europäer aber auch noch nicht reif dafür, Europa als Ganzes und als Bereicherung zu sehen, als unsere Heimatregion, mit vielfältigen Facetten, Kulturen und Mentalitäten.

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Bitte lesen zu zunächst den Beitrag:  Griechenland 1

Reiche zahlen keine Steuern

Griechenland 2
Griechenland 2

Nach wie vor ist es der griechischen Regierung nicht gelungen, z.B. Reiche zum Steuerzahlen zu bewegen. Ich habe vor Monaten einen TV Beitrag gesehen. Ein Reder wurde auf seiner Yacht interviewt. Er sprach davon, dass es schon immer so war, dass Reeder in Griechenland keine Steuern zahlen. Er sei auch nicht bereit, diesem Staat sein Geld zu geben. Der könne nicht damit umgehen. Diese Aussage war eher grundsätzlich getroffen und betraf nicht eine bestimmte Regierung.

Griechenland vor dem Euro

Ich glaube, Griechenland ist einigermaßen klar gekommen, als das Land noch unabhängig war und vor allem, solange es noch seine alte Währung, die Drachme hatte. Heute sind sich viele darüber einig, dass es ein Fehler war, damals Griechenland mit in den EURO aufzunehmen. Doch diese Erkenntnis hilft heute niemandem mehr.

Durch den Euro für Griechenland wurde die Türkei als Reiseland für uns Deutsche erst so richtig attraktiv, weil die Türkei für uns Eurobürger billig war und immer noch ist. Griechenland verlor ab diesem Zeitpunkt viele Touristen, weil durch die Einführung der Gemeinschaftswährung viele Produkte und auch Dienstleistungen wie der Tourismus, teurer wurden. Tourismus ist heute immer noch eine der wichtigsten „Produkte“ des Landes.

Selbstverständlich gab es auch positive Folgen durch die Euro Einführung in Griechenland.

Neue Industrien entstanden, die mit den übrigen Euroländern rege Wirtschaftsbeziehungen entwickelten. Doch insgesamt bewegt sich der Anteil der wirtschaftlichen Leistung Griechenlands, gemessen an der EU, nur im einstelligen Bereich.

Wer konkretere Zahlen wünscht, kann über diese Links Informationen erhalten:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/euro-krise-deutschland-und-griechenland-in-zahlen/4323012.html

Unterm Strich aber wuchsen die Forderungen der EZB gegenüber den griechischen Banken erheblich (Target 2  – Zahlungen bei grenzüberschreitendem Zahlungsverkehr). /*

Über die komplexen Zusammenhänge will ich hier nicht ausführlich schreiben, diverse Medien tun das bereits zur Genüge  – mit sehr unterschiedlicher Bewertung der Lage.

Hauptübel des Euro

Hauptübel Euro
Hauptübel Euro

Das Hauptübel ist allgemein bekannt. Die Einführung der gemeinsamen Währung Euro wurde vorgenommen, bevor eine einheitliche Finanz- Wirtschafts- und Sozialpolitik geschaffen wurde. Das konnte logischerweise nicht gut gehen. Nach wie vor sind die europäischen Einzelstaaten aber nicht bereit, sich in den Politikfeldern Finanzen, Wirtschaft und Soziales auf eine einheitliche Politik mit einheitlicher Gesetzgebung zu verständigen. Die Schwierigkeit verstehe ich natürlich. Wer ist schon bereit, von eigenen liebgewonnenen Regelungen abzulassen. Es würde auch das Eingeständnis beinhalten, dass andere etwas besser gemacht hätten.

Die von unserer Kanzlerin gerne zitierte „schwäbische Hausfrau“ ist vermutlich das falsche Vorbild. (Ich kenne mich da aus, wichtige Jahre meiner Jugend habe ich in Oberschwaben gelebt.)

Vorbild Schwäbische Hausfrau
Vorbild Schwäbische Hausfrau

Ein Staat, der an allen Ecken und Enden spart, und dennoch immer mehr Schulden aufnehmen muss, kann so nicht überleben. Das Volk verarmt, das Gesundheitswesen bricht zusammen, die Wirtschaft beginnt mehr und mehr zu lahmen. Wodurch soll da jemals wieder die für eine Belebung notwendige wirtschaftliche Leistung erbracht werden, die es ermöglicht, die Schulden zu tilgen. (Bereits in meinem Beitrag „Fragen“ habe ich u.a. die Frage gestellt: Warum müssen sich Staaten überhaupt verschulden?“) Antworten darauf werde ich zeitlich später geben.

Es ist aus unserer Sicht sicherlich richtig, strukturelle Reformen zu fordern. Aber wie bekommt man plötzlich die Gelder der Reichen in die Steuerkassen? Die zahlen einfach nicht und haben in den letzten zwei Jahren vielfach Ihren formalen Wohnsitz in ein anderes Land verlegt. Das kann der Rentner mit einem Monatseinkommen von ca. 400 Euro leider nicht so einfach – auch wenn er traditionell Weihnachtsgeld erhält  (siehe Teil 1).

Anteil der griechischen Renten an der Wirtschaftsleistung des Staates: 11,7 Prozent
Anteil der deutschen Renten an der Wirtschaftsleistung des Staates: 11,4 Prozent

/* TARGET2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System)

Lies bitte auch den Beitrag: Griechenland 1 – Demosthenes und Asterix

Griechenland 1 Demosthenes und Asterix

Griechenland 1 Demosthenes und Asterix  

Demosthenes

Vor Jahrzehnten wurde in Rhetorikseminaren regelmäßig über Demosthenes (384 bis 322 v. Chr.) gesprochen und Reden dienten als Übungsgrundlage. Demosthenes war ein bekannter griechischen Redner und Staatsmann. Eine wichtige Rhetorikübung war für jeden Teilnehmer, einen Ausschnitt der Rede über den Frieden, vorzutragen. „Ich sehe zwar, Ihr Männer Athens, dass die gegenwärtigen Zustände voller Schwierigkeiten und Verwirrung sind, nicht nur weil wir ….“  Einen Teil davon kenne ich noch auswendig.

Die ersten bekannten Demokratien waren die antiken griechischen Stadtstaaten – allen voran Athen. Diese antiken Attischen Demokratien, gingen aus einem gemeinsamen Kampf der Reichen, die sich mit dem Volk verbündet hatten, gegen den Adel hervor. Alle männlichen Vollbürger (über 20 Jahre alt) hatten ein Mitbestimmungsrecht. In dieser speziellen Rede von Demosthenes ging es um die politische und auch kriegerische Auseinandersetzung mit König Philipp von Mazedonien, dem Vater von Alexander dem Großen.

Interessierte können hier die Rede über den Frieden nachlesen. Leider nur in Deutscher Schrift.

Griechenland 1
Griechenland 1

Heute wird auch viel von Schwierigkeiten und Verwirrung im Zusammenhang mit Griechenland gesprochen.

Vor wenigen Tagen hatte ich bei einer Besorgung ein flüchtiges Gespräch mit einem Bekannten, wobei es diesem Bekannten besonders wichtig war, neben anderen politischen Feldern, mir auch seine Meinung über die Griechen mitzuteilen.

Zitat:“ Die Griechen, die faulen Schweine, ………     da bekommen die Rentner jetzt auch noch Weihnachtsgeld.“ Zitat Ende. (Weihnachten war übrigens längst vorbei.)

Da ich diese Meinung nicht teile habe ich versucht, die Gesamtsituation darzustellen und zu differenzieren. Leider war die Bereitschaft, mir zuzuhören bei meinem Bekannten nicht sehr ausgeprägt.

Asterix

Im Zusammenhang mit Griechenland fallen mir Asterix Comics ein. Früher, vor Jahrzehnten, als diese Hefte herauskamen, war ich ein Anhänger der Asterix Hefte. In diesen Comics wurden die Klischees zu den verschiedenen Völkern aus meiner Sicht sehr gut nachgezeichnet. Asterix Freunde wissen was ich meine. Durch

Asterix
Asterix

Überzeichnung und Vereinfachung wurde ein meist liebevolles Bild der Bewohner der jeweiligen Länder vermittelt.

In „Asterix bei den olympischen Spielen“ wurden die Griechen beschrieben.

Die Griechen wurden hier als durchaus agiles Volk mit vielen Verwandten beschrieben. Der Reiseführer hatte natürlich einen Cousin, bei dem übernachtet werden konnte und einen Schwager, der ein Restaurant führte, einen Vetter der dolmetschen konnte usw.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf meinen Beitrag „Arme Länder reiche Länder 2“ in dem ich in der zweiten Hälfte über Korruption geschrieben habe.

Eine über Jahrhunderte geprägte Mentalität mit ihren Strukturen, ist nicht so einfach durch die Mitgliedschaft an einer Gemeinschaftswährung zu überwinden. Das gilt nicht nur für Griechenland. Gerade in jüngster Zeit erleben wir, wie sich Menschen anderer Länder mit unserer deutschen Mentalität schwer tun. Wertungen wie gut und schlecht, richtig und falsch, will ich hier nicht vornehmen.

Euroeuphorie

Im Jahr 1998 habe ich im Auftrag eines europäischen Automobilfabrikats, Seminare für die deutschen Händler der Marke durchgeführt. Es ging dabei um die Einführung des Euro als Buchgeld ab dem 01.01.1999. Ich erinnere mich noch deutlich an die Euphorie mit der wir  Trainer damals die Botschaften vermittelten. In meinem Kopf entstanden Bilder von Reisen ohne Geldumtausch und ohne Umrechnungen in europäische Länder, auch von griechischen Inseln. Griechenland hatte ich dreimal bereist, dreimal vor der Euroeinführung. Schon damals gab es Mahner – doch die wollte ich derzeit nicht hören.

 

Siehe auch meinen Beitrag:  Griechenland 2 – Fehler des Euro