Europäische Einheit

lesen Sie zuerst Teil 1 „Europa“ 

Europäische Einheit

Flüchtlinge

Flüchtlinge

Gefährdet die Flüchtlingssituation die Europäische Einheit?.Dass Flüchtlinge aus Syrien und anderen Gebieten eines Tages auch in Europa ankommen werden, war seit circa vier Jahren deutlich abzusehen. Die Fluchtursachen habe ich im Beitrag „Ursachen des Flüchtlingsstroms nach Europa“ in elf Punkten aufgeführt. Darin ist auch unsere Mitverantwortung für Fluchtursachen beschrieben. Es wäre ein normaler menschlicher Vorgang, dann diesen Menschen auch eine Bleibe auf Zeit oder auch für Länger zu gewähren. Somit verwundert es, wenn ausgerechnet mit der Verteidigung von christlichen Werten argumentiert wird, um Menschen im Elend verrecken zu lassen und sie ihrem Schicksal zu überlassen. Der Deal mit der Türkei scheint mir ein faules Geschäft zu sein – ich vermute noch heftige Nebenwirkungen.

Europäische Einheit 

Europa bzw. alle Staaten der Europäischen Union müssen sich entscheiden ob sie mehr Europa und somit mehr Einheit wollen oder ob sie mehr Eigenständigkeit der Mitgliedsstaaten wünschen. Es ist eine Systemfrage.

Mehr Einheit führt zu mehr Regelungen auf Europäischer Ebene, die die Mitgliedstaaten umsetzen müssen. Mehr Einheit führt zu einem Gesamtstaat „Europäische Union“ mit föderaler Struktur, ähnlich der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gemeinschaftswährung, der Euro macht nur dann auf Dauer einen Sinn. Die Schuldenkrise der Südländer ist ein krasses Beispiel dafür wie es sich auswirkt, wenn jeder Staat seine eigene Wirtschaft-, Finanz- und Sozialpolitik betreibt. Aber auch wenn diese und weitere Politik Bereiche einheitlich für alle Mitglieder geregelt und umgesetzt sind, wird es auch weiterhin arme und reiche Länder geben. Da ist dann Solidarität gefragt.

Wir kennen das auch aus Deutschland. Es gibt ärmere und reichere Bundesländer. Das Gerangel um den Länderfinanzausgleich beschäftigt uns immer wieder – trotz der einheitlichen rechtlichen Voraussetzungen in allen Bundesländern.

Auf dem Weg zur wirklichen Einheit, muss jedoch klar werden, wer diese einheitlichen Gesetze wirklich umzusetzen bereit ist.

Wollen die Mitgliedsstaaten jedoch viel Eigenständigkeit behalten oder gar bereits an die Gemeinschaft abgegebene Aufgaben wieder eigenständig wahrnehmen, muss die Europäische Union einige zuvor begangene Schritte wieder zurückgehen.

Eigenständigkeit der Staaten

Einige Staaten bzw. deren Regierungen pochen auf ihre Eigenständigkeit. Die Briten stimmen bald darüber ab ob sie ganz aus der Union austreten wollen. Einige Osteuropäische Staaten marschieren, zumindest der Rhetorik nach zu urteilen, stark Richtung Abgrenzung zu Europa. Hier scheint mir das vorherrschende Motiv „Wir nehmen mit was möglich ist, aber wir lassen uns nicht in unsere Entscheidungen reinreden“.

Ich befürchte als Folge dieses Trends, in die vermeintlich kuschelige Abschirmung nach außen, einen Rückfall in die Kleinstaaterei. Wirtschaftlich werden einige Länder in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen und andere werden an Bedeutung gewinnen. Aber die Bedeutung Europas als Ganzes wird schwinden und kein Gegengewicht gegenüber den Vereinigten Staaten bilden können.

Europäische Einheit - Grenzzaun in Europa
Europäische Einheit – Grenzzaun in Europa

Eigenständigkeit ist uns Menschen grundsätzlich sehr wichtig. Schon immer lebten Menschen in Gruppen, die sich gegenseitig unterstützt und nach außen verteidigt haben. Familien grenzen sich gegenüber anderen Familien ab, Gemeinden gegenüber den Nachbargemeinden. Wir haben aber auch gelernt, dass Zusammenschlüsse allen Vorteile gebracht haben, solange alle sich auch wirklich eingebracht haben. Wir haben gelernt, mit Nachbarstaaten Freundschaften einzugehen.

Abschirmung führt zu Feindbildern – „die anderen sind immer schuld“. Abschirmung senkt die Schwelle für gewaltsame Auseinandersetzungen.

Kluft zwischen Politikern und den Bürgern

Leider nehmen wir Bürger Europa oft nur als Riesenbehörde wahr, abgehoben von der Realität. Die Berichterstattung überschlägt sich immer dann, wenn Rettungsschirme für Banken oder Rettungspakete für Mitgliedsstaaten in vielen langen Nachtsitzungen geschnürt, Flüchtlingspolitik formuliert werden soll.  Milliarden Beträge werden da verhandelt und verteilt. Ohne die Zusammenhänge wirklich zu durchschauen, empfinden einige Bürger der Europäischen Länder so etwas wie Benachteiligung ihrer eigenen Interessen. Auch die Geheimniskrämerei um die Handelsabkommen CETA und TTIP verstärken die Skepsis der Bürger.

Leider reicht es dann schon aus, wenn dann ein paar Populisten mit sehr einfachen Parolen auftreten, um Zulauf zu bekommen. Aus Bürgern werden dann plötzlich „Besorgte Bürger“. Menschen, die den Populisten einmal verfallen sind, sind nur noch schwer für rationale und nüchterne Betrachtungen zugänglich.

Hier haben die Europäische Union und alle ihre Mitgliedsstaaten großen Nachholbedarf. Den Menschen der Union wurde zu wenig vermittelt, welche positive Bedeutung diese Gemeinschaft für sie im täglichen Leben hat.

Ich selbst bin überzeugter Europäer, in einem vereinten Europa mit einer einheitlichen Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik und einer einheitlichen Währung. Aber auch mit unterschiedlichen regionalen Eigenheiten, Kulturen und Spielräumen – ein buntes, vielfältiges aber starkes Europa.

 Wikipedia: Grenzzaun Ungarn

Die Welt: Neue Probleme am Grenzzaun

Europa

Europa

 Europa
Europa

Was ist aus dir geworden, Europa? Deine Entwicklung nach der europäischen Katastrophe des zweiten Weltkriegs habe ich mitverfolgt. In den fünfziger Jahren begann die positive Entwicklung. Die Annäherung von Frankreich und Deutschland durch De Gaulle und Adenauer. Die 1952 gegründete Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die Römischen Verträge 1957 und somit der Start der Europäischen Wirtschafts- Gemeinschaft 1958. Im Jahr 1967 dann die Zusammenlegung von EWG, die Euratom und die EGKS zur EG als Europäische Gemeinschaft.

Charles de Gaulle
Charles de Gaulle

Mehr als zehn Jahre dauerte das Gerangel um den Beitritt Großbritanniens, der dann 1973 gemeinsam mit Irland und Dänemark erfolgte. England hatte schon damals Sonderbedingungen durchgesetzt. Charles de Gaulle war immer gegen einen Beitritt Großbritanniens, die deutschen Kanzler warben um die Mitgliedschaft

der Briten – sie mussten warten, bis de Gaulle 1970 starb.

Ein Beitrag des Spiegel von 1967

Ein Rückblick der Zeit aus 2013

Es gab weitere Beitrittstermine, in den Jahren 1981 und 1986 für Griechenland und Spanien und Portugal.

Mit dem Vertrag von Maastricht entstand die Europäische Union, die schließlich 1995 mit dem Vertrag von Schengen den sogenannten Schengen Raum schuf – ein freier Raum für Personen- und Warenverkehr. Es erfolgten Erweiterungen um weitere Länder, besonders nach dem Ende des kalten Krieges, nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands.

Alles habe ich miterlebt, vieles habe ich interessiert mitverfolgt. Grenzkontrollen bei der Einreise in Nachbarländer, aber auch die Grenzöffnungen und das Abmontieren der Schlagbäume sind mir noch gut in Erinnerung. Vielfach, auf Nebenstrecken, gab es keine Anzeichen mehr dafür, die Landesgrenze überschritten zu haben. Auf Hauptstraßen und Autobahnen reichte ein Willkommenschild. Es wurde zu einem guten Gefühl, sich innerhalb Europas ohne spürbare Grenzen bewegen zu können.

Zur Einführung des Euro als Buchgeld 1999 habe ich mit meinen Möglichkeiten mitgewirkt. Ein Europäisches Automobil Fabrikat hat in Schulungsveranstaltungen seine Händler in Europa nach einheitlichem Konzept auf diese Einführung vorbereitet. Als Seminarleiter durfte ich dabei innerhalb Deutschlands mitwirken. Wir verteilten damals Euro-Taschenrechner mit einer Taste für die Umrechnung von DM in Euro. Eins Komma neun fünf fünf acht drei, das war der festlegte Umrechnungskurs von Deutscher Mark in Euro. Dieser Wert brannte sich damals so fest in meinem Kopf ein, dass ich ihn zu jeder Zeit sofort aufsagen kann.

In Sonntagsreden wurde viel von der Wertegemeinschaft Europa gefaselt. Freiheit, Solidarität, Demokratie, Menschenrechte, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung freier Handel, Niederlassungsfreiheit – diese und weitere Begriffe wurden gebetsmühlenartig beschworen. Es waren die Werte, die es zu verteidigen galt. Christliches Abendland – auch ein Begriff der auf Werte hinweisen sollte.

Doch was ist jetzt los in Europa?

Sind hundert Jahre ein zu langer Zeitraum, um sich zu erinnern? Entwickeln sich Europa und andere Regionen zurück in die ersten Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts?

Wohin Nationalismus und Fremdenhass geführt haben, ist doch leicht nachzulesen. Wollen wir die dumpfe Zeit der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wiederholen?

Was erwarten sich die Menschen davon, den Rattenfängern nachzulaufen, die die Zusammenhänge der Welt und Europas so versimpeln und vereinfachen?

Wir sägen an dem Ast auf dem wir alle sitzen. Die Welt ist enger zusammengewachsen. Schnelle Verkehrsverbindungen haben internationale Kontakte leichter ermöglicht. Menschen aus sehr unterschiedlichen Regionen unseres Globus haben sich kennen, schätzen und lieben gelernt. Die Wirtschaft ist global geworden. Alles hängt mit allem zusammen. Und nun? Soll das alles wieder gekappt werden, nur weil die Kleinkarierten, Engstirnigen und Rassisten den Figuren nachlaufen, die ohne Verantwortung, ihre gerade erst entdeckte Macht ausüben und mehren? 

Ja, auch ich habe manches auszusetzen an der betriebenen Politik und den handelnden Personen in Deutschland und in Europa. Aber das was ich auszusetzen habe unterscheidet sich krass von den dumpfen Parolen der Neuen Nationalisten.

Flüchtlinge nach Europa
Flüchtlinge nach Europa

Die Menge der Flüchtlinge, die nach Europa wollten, hat es zutage gefördert. Es gibt keine Wertegemeinschaft in Europa – vielleicht gab es die noch nie. In Frankreich, den Niederlanden, in Großbritannien, Österreich und auch in Deutschland formieren sich Gruppierungen, die sich als politisch bezeichnen, ich aber für populistisch halte. In Dänemark, Polen, Ungarn, Tschechien und weiteren Ländern wurden Parteien an die Regierung gewählt, die bereits systematisch versuchen, europäische Werte wieder abzuschaffen. Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die Gemeinschaft nur als Zahlmeister ihrer Projekte zu nutzen, ohne wirkliche Gegenleistung. Schmarotzer ist wohl der richtige Begriff dafür.

In Kürze geht es weiter

Macht Euch die Erde untertan

Macht Euch die Erde untertan

Macht euch die Erde untertan
Macht euch die Erde untertan

Wissenschaft

Der Satz, „Macht Euch die Erde untertan“ passt nicht in wissenschaftliche Betrachtungen. Dank der Wissenschaft wissen wir heute, dass wir Menschen durch Evolution entstanden sind und uns genetisch nicht riesig von anderen Lebewesen unterscheiden – von Tieren und Pflanzen. Das bedeutet auch, dass es einen gemeinsamen Ursprung für Leben gibt. Ständig werden wir mit neuen Erkenntnissen zu Tieren überrascht – Tiere die ihre eigene Intelligenz für ihre Lebensbedürfnisse entwickelt haben. Selbst Emotionen und soziales Verhalten konnte belegt werden.

Hier einige Links zur Intelligenz von Tieren:
http://www.br.de/themen/wissen/intelligenz-kraehen-raben-rabenvoegel-100.html

http://www.huffingtonpost.de/2013/12/23/studie-menschen-nicht-intelligenter-als-tiere_n_4493855.html

http://www.spektrum.de/news/meinung-schluss-mit-dem-mythos-vom-dummen-tier/1346201 

Bäume kommunikzieren
Bäume kommunikzieren

Inzwischen wurde wissenschaftlich belegt, dass Bäume untereinander kommunizieren und ihren, vom Sonnenlicht nicht gut versorgten Nachkommen, Nährstoffe abgeben um sie zu erhalten und wachsen zu lassen. Über diesen Link kannst Du das anhören.

Es gibt also genügend wissenschaftliche Gründe, mit unserer Umwelt und allem Leben darin, rücksichtsvoll umzugehen.

Religion – Monotheismus und Poltheismus

Leider gibt es da den fatalen Satz in der Bibel:  Macht Euch die Erde untertan.“ (1. Mose/ Genesis 1,28). Religiös betrachtet wurde, je nach Religion etwas unterschiedlich, alles von Gott (Monotheismus) oder den Göttern (Polytheismus) erschaffen. Davon kann religiös abgeleitet werden, dass alles, was von Gott geschaffen wurde, schon deshalb schützenswert ist.  Zerstörung wäre nach dieser Logik Gotteslästerung oder gottlos. Natur Religionen – meist Polytheismus – gehen zum großen Teil sehr rücksichtsvoll mit anderen Kreaturen um.

Ich weis nicht, wie dieser Satz „Macht Euch die Welt untertan“  im Ursprung hieß, wer ihn geschrieben hat und wie er übersetzt wurde.  Ich weiß aber, wie er seit Jahrtausenden und vor allem in den letzten 200 Jahren interpretiert wurde und wird.  Wir zerstören systematisch unsere Welt.
Vermutlich meinte dieser Satz mal zur Zeit seiner Entstehung: „Besiedle die Welt und bewahre sie – kümmere dich um sie“ oder „Bestelle deinen Acker, damit du ernten kannst“ – oder auf Kölsch „von nix kütt nix“.

Es gibt seit längerer Zeit eine heftig geführte Diskussion darüber, ob nun der Monotheismus verantwortlich für die rapide fortschreitende Zerstörung der Welt ist oder nicht. Ein Blick auf die Weltkarte hilft da vielleicht ein wenig weiter. Welche Religionen bzw. Menschen dieser Religionen, haben vorrangig fremde Regionen erobert und deren Natur zerstört und tun das immer noch?

Ohne Seele

Da fällt mir eine Unterhaltung aus den 80 er Jahren ein. Ich arbeitete damals als Angestellter  in Augsburg. Hin und wieder unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die für Personalarbeit zuständig war. Wir verstanden uns recht gut und plauderten oft über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen – über Gott und die Welt. Im Rahmen einer solchen Unterhaltung sagte diese Dame: „es ist nur schade, dass die Schwarzen keine Seele haben.“ Vermutlich war gerade ein Afrikaner eingestellt worden. Auf mein Nachfragen hin, woher sie denn diese Vorstellung habe, kamen in ihrer Antwort die Begriffe Kirche und Pfarrer und Mutter vor. Ich hatte so etwas noch nie gehört, auch nicht in einer Kirche oder von einem Pfarrer.
Mir fällt diese Unterhaltung deshalb ein, weil gerade die Kirchen dabei mitgemacht haben, sich die Erde untertan zu machen – wer sich mit Missionierungsvorgängen beschäftigt hat, kann sich vorstellen, was ich meine.
Wenn andere als „Nichtmenschen“ diskriminiert werden, fällt es einem aufrechten Gläubigen leichter, diese zu unterdrücken, sie sich untertan zu machen.

Entwicklung der Erde – mit oder ohne die Menschen

Der Erhalt unserer Erde geht mir vor Wirtschaftlichkeit. Das ist einer meiner Grundwerte.
Seit Jahrzehnten befasse ich mich mit Wirtschaft. Ich bin keinesfalls wirtschaftfeindlich – im Gegenteil. Aber Wirtschaft allen gedacht, ohne deren Auswirkungen zu berücksichtigen, ist eben zu kurz gedacht.
Wir stehen heute vor der Frage, wollen wir uns als Menschen weiterentwickeln und schonend mit unseren Ressourcen umgehen oder wollen wir, dass sich die Erde ohne und weiterentwickelt?

Siehe dazu auch meinen Beitrag:
Grundwerte
Die Welt unter einem Dach

Fragen zur Weltbevölkerung
Schluss mit dem Gezeter
Ursachen der Flüchtlingsströme

 

 

Grundwerte

Grundwerte

Grundwerte
Grundwerte

Engstirnigkeit – Toleranz – Ortswechsel

Meine Grundwerte wurden aufgrund meiner mitteleuropäischen Herkunft, durch das sogenannte Christliche Abendland geprägt. Aber selbstverständlich kamen da sehr stark die unmittelbaren Einflüsse meiner Eltern und meines gesamten sozialen Umfelds sowie die der Region hinzu.
Mein Heimatort war, zumindest zum Zeitpunkt meiner Jugend, für Bigotterie, bekannt.

Durch mehrfache Umzüge meiner Eltern während meiner Kindheits- und Jugendjahre, hatte ich neben den damit verbundenen Nachteilen auch das Glück, verschiedene Regionen und deren Menschen kennen zu lernen. Rückblickend war es für mich wichtig, durch die häufigen Ortswechsel, viele unterschiedliche Eindrücke und Einflüsse wahr- und aufnehmen zu können. Ich habe gelernt, Engstirnigkeit zu erkennen und Toleranz gegenüber anderen Bräuchen, Gewohnheiten und Meinungen zu üben. 

Wir zogen nicht von einem Stadtteil in einen anderen, sondern vom Rheinland in den Bayerischen Wald und dann irgendwann wieder zurück nach Nordrhein-Westfalen um nach wenigen Jahren nach Oberschwaben zu übersiedeln. Von dort aus waren es lediglich Tagesausflüge nach Österreich und in die Schweiz. Ich selbst habe seit meiner Eigenständigkeit, in Oberschwaben, im Raum Stuttgart, in Augsburg und Ulm gewohnt, und mich zeitweise für mehrere Monate beruflich in Hamburg, Freiburg, Darmstadt, München, Saarbrücken und anderen Regionen aufgehalten.

Etwa zwanzig Jahre lang habe ich im gesamten deutschsprachigen Raum (DACH) Seminare durchgeführt und durch laufenden Ortswechsel gelernt, auf viele unterschiedliche Mentalitäten einzugehen und mit diesen Menschen zu arbeiten.

Freundlichkeit schafft gute Kontakte

Gelernt habe ich dabei: sei freundlich und nehme die Menschen erst. Sie haben es alle verdient und es waren fast immer gute Kontakte. Selbstverständlich bin ich auch auf unsympathische Leute gestoßen und habe auch richtige Kotzbrocken erlebt. Aber die gab es in allen Regionen aber nur im geringen Maße. Freundlichkeit bleibt einer meiner Grundwerte.

Christliches Abendland und Hass

Meine Grundwerte wurden, wie oben beschrieben, durch meine Heimat geprägt. In letzter Zeit ist im Zusammenhang mit Flüchtlingen viel die Rede vom Christlichen Abendland und von seinen Werten, die es zu schützen gäbe. Menschen gehen hasserfüllt dafür auf  die Straße, gegen Hilflose zu demonstrieren. Aber ist nicht gerade dieses hasserfüllte Verhalten unchristlich und unseres Abendlandes nicht würdig. Soll hier etwas verteidigt werden, dass diese Demonstranten selbst nicht leben? Ich schäme mich dafür. 

Meinungen – Religionen – Mentalitäten

Meinungen, Religionen und Mentalitäten
Meinungen, Religionen und Mentalitäten

Ich glaube die vielen Ortswechsel, überwiegend im deutschsprachigen Bereich, aber auch Reisen in europäische und außereuropäische Länder haben mir die Möglichkeit gegeben, offener für verschiedene Meinungen, Religionen und Mentalitäten zu werden. Im Laufe der Jahre habe ich begriffen, mich mit Urteilen über andere zurück zu halten. Es fällt auch mir nicht immer ganz leicht – aber ich bemühe mich.

Grundwerte

Für mich ist die Erde als Ganzes etwas sehr Schützenswertes. Damit will ich deutlich machen, dass mir nicht nur die Menschen wichtig sind. Der Schutz von Tieren und Pflanzen ist mir genau so wichtig. Sowohl wissenschaftlich wie auch religiös betrachtet, ist die gesamte Erde mit allem, was sich darauf befindet, schützenswert. Es ist eines meiner wichtigsten Grundwerte.

Lies auch
Schluss mit dem Gezeter
Ursachen der Flüchtlingsströme

Die Welt unter einem Dach
Fragen zur Weltbevölkerung

Mehr dazu in Kürze.

 

Schluss mit dem Gezeter

Schluss mit dem Gezeter
Jetzt reicht es mir

Politisches Chaos 

Schluss mit dem Gezeter - Afrika -
Schluss mit dem Gezeter
– Afrika –

Seit in Deutschland Flüchtlinge in großer Zahl ankommen, habe ich den Eindruck von politischem Chaos.
Wer ist für den verbreiteten Stimmungswechsel verantwortlich?

Aus einer Flüchtlingssituation wurde erst eine Flüchtlingswelle und dann schnell verbal zur Flüchtlingskrise aufgerüstet. Laufen plötzlich alle den Populisten nach?
Ich denke Ja. Schluss mit dem Gezeter!

Ein paar Fakten:

Vor fünf Jahren gab es einige Kenner der Region des nahen Ostens, die darauf hingewiesen haben, dass der Syrienkonflikt sehr viele Flüchtlinge verursachen wird. Wenn wir, Europa, nicht rechtzeitig überlegt und umsichtig politisch agieren, werden in etwa vier Jahren die Flüchtlinge vor unserer Tür stehen. Die Kenner haben sich geringfügig geirrt. Es dauerte fast fünf Jahre.

Laut UNO sind aktuell ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Was hat uns und unsere Politiker so eingelullt, dass wir glaubten, dass uns das nicht berührt? Wohin sollen diese Menschen gehen?

Die Flüchtlingsbewegung Richtung Europa läuft nicht erst seit dem Sommer 2015. Seit einigen Jahren versuchen Tausende, vielfach in Booten über das Mittelmeer, in Europa nach einem sicheren Leben. Schluss mit dem Gezeter!

Ursachen bekämpfen

Seit Sommer höre ich auch aus den Mündern vieler Politiker: „Wir müssen die Ursachen bekämpfen“. Prima, denke ich – aber was meinen sie wirklich damit?

Schlepper bekämpfen, Boote bereits vor dem Ablegen zerstören, Menschen daran hindern, die völlig überfüllten Lager z.B. im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei zu verlassen.
Den Dümmsten fallen dann noch solche Maßnahmen ein wie z.B. hohe Zäune errichten und viel abschreckende Polizei oder Militär an den Grenzen aufzustellen.

Die tatsächlichen Ursachen interessieren kaum jemanden. Hier und am Ende dieses Beitrags habe ich einen Link zu den Ursachen eingefügt..

Jagt auf die Kanzlerin

Ob sich nun Frau Merkel anfangs offen für die Aufnahme von Flüchtlingen gezeigt hat oder nicht – es wären genau so viele sowieso gekommen. Es spielt nach meiner Auffassung keine Rolle. Doch jetzt gibt sie einen prima „Prügelknaben“ für alle die ab, die Morgenluft wittern und sich rechtzeitig in Stellung bringen wollen. Es scheint nicht mehr um die Zahl der Flüchtlinge zu gehen sondern darum, die Kanzlerin zu demontieren. (Dafür hätte es vorher genug Gründe gegeben.)

Schluss mit dem Gezeter! Die Ursachen unseres Flüchtlings Aufnahme Chaos liegen im eigenen Land. Seit Jahrzehnten wird hier darüber diskutiert ein Einwanderungsgesetz zu erlassen. Ein Gesetzt, dass klare Regeln festlegt und die entsprechenden Strukturen schafft.

Ich will hier nicht den Fehler begehen, Einwanderer mit Flüchtlingen gleich zu setzen. Aber wenn wir Strukturen hätten, wäre auch die Aufnahme und Registrierung von Flüchtlingen geregelter abgelaufen. 

Politik nach demografischen Umfragen

Ich habe den Eindruck, dass wir in Deutschland und Europa seit langer Zeit mit einer Politik zu tun haben, die sich nicht mehr an den Herausforderungen der Zukunft orientiert und daran gemessen klare Ziele definiert und Veränderungen anstrebt. Nein, es wird Politik nach demografischen Umfragen gemacht. Politik rückt für mich immer weiter in die Nähe von Stammtischen.

Wenn Pegida und inzwischen auch die AfD gemeinsam mit anderen Rattenfängern lauthals dummes Zeug in die Welt posaunen, glauben unsere Politiker der etablierten Parteien, sie müssen das nun als Volksmeinung aufgreifen und selbst noch dümmer reagieren.

Die CSU hat sich schon immer traditionell auf die rechte dumpfe Seite geschlagen, um vermeintlich dort Stimmen abzufangen. Das gelingt ihr wohl auch. Es ist schade, dass eine Partei, die in Bayern durchaus Erfolge erzielen konnte, sich selbst über die Grenzen Bayerns hinaus so unanständig gibt.

Aber auch CDU und SPD bzw. deren Leute, die sich berufen fühlen, vor Mikrofonen auch etwas sagen zu müssen, treiben sich gegenseitig in immer exotischere Statements. Wollen nun alle die Pegida rechts überholen, nur weil es in einigen Bundesländern Landtagswahlen gibt?

Medien

Die Medien springen auf jeden Zug auf, der Verkaufszahlen bzw. Einschaltquoten verspricht. Was bleibt ihnen auch anderes übrig. Zeitungsverlage leben von Werbeanzeigen und vom Verkauf ihrer Printprodukte. Sender leben von Einschaltquoten – Einschaltquoten wiederum generieren Werbung. Ich bin weit davon entfernt, Medienschelte zu betreiben. Staatlich gesteuerte Medien sind der Untergang. Aber ich denke manchmal darüber nach, ob doch  Medien, so etwas wie die vierte Gewalt im Land sein können.

Es kotzt mich an

Also um es auf den Punkt zu bringen: Das Gezeter und die abstrusen Schuldzuweisungen kotzen mich an. Nicht die Flüchtlinge sind Schuld an der Situation vor der sie fliehen. Wir in Europa haben die langsam auf uns zukommende Situation verschlafen, wir haben sie aus der Ferne betrachtet. Wir waren und sind nicht darauf vorbereitet. Das ist das Problem. Und mit diesem Problem haben die Kreise und Kommunen zu kämpfen. Also, Schluss mit dem Gezeter!

Anerkennung für die Ehrenamtliche Helfer

Ohne die Unterstützung der vielen freiwilligen ehrenamtlichen Helfer, wäre längst alles zusammengebrochen. Von ihnen ist viel zu wenig die Rede. Danke 

Kriminalität

Wenn viel zu viele Menschen dicht zusammengedrängt ausharren müssen, ist es geradezu logisch, dass auch aus diesen Reihen Kriminalität entsteht. Auch dazu an anderer Stelle mehr. 

Villamondial - die Welt unter einem Dach
Villamondial – die Welt unter einem Dach

Lest hier weiter zu den Ursachen der Flüchtlingsströme

Ursachen des Flüchtlingsstroms nach Europa

Ursachen des Flüchtlingsstroms nach Europa

Unter dem Titel „Jetzt reicht es mir, Schluss mit dem Gezeter“ habe ich meine Eindrücke zur aktuellen Flüchtlingssituation dargelegt.

Es geht mir um den derzeit erlebbaren Wettstreit von Damen und Herren in der Politik, die glauben durch rigorose Beiträge zum Abschrecken von Flüchtlingen, Boden gut zu machen. Wir stehen vor einigen Landtagswahlen. Je weiter sich die Vertreter der sogenannten etablierten Parteien aus dem Fenster lehnen, desto mehr wagen sich die Rattenfänger am dumpfen rechten Rand mit ihren abstrusen Meinungen aus ihren Löchern.

Es gibt immer einen gewissen Anteil der Bevölkerung, der auf simple Parolen zur Lösung komplexer Situationen abfährt.

In diesem Beitrag will ich einige der wirklichen Ursachen der Flüchtlingsbewegung benennen. 60 Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht. Davon werden in Europa noch mehr anklopfen.

Urban Priol

Die eigentlichen Ursachen für den Flüchtlingsstrom werden bisher kaum beachtet. Urban Priol hat sie in seiner TV-Sendung vom 30.12.15 sehr präzise zusammengefasst.

Ursachen der Flüchtlingsbewegung

  1. Die Europäische Wirtschafts- und Agrarpolitik. Wir liefern subventionierte Agrarprodukte nach Afrika – manchmal unter dem Mäntelchen „Entwicklungshilfe“. Bei diesen Preisen können die einheimischen Kleinbauern nicht mithalten. Sie verlieren ihre Existenz.

    Ursachen von Flüchtlingsströmen
    Ursachen von Flüchtlingsströmen
  2. Fischfangflotten fangen die Meere leer und damit die Masse der Fische außerhalb der Hoheitsgebiete. Die an den Küsten angesiedelten Fischer fangen nur noch sehr wenig und müssen irgendwann ihre Arbeit aufgeben. Da es keine andere Arbeit gibt, stehen sie ohne Einkommen da.
  3. Großbanken handeln immer noch mit Papieren (Wetten) auf fallende Lebensmittelpreise und machen damit Profit. Bei gefallenen Weltmarktpreisen aber können viele Erzeuger für z.B. Kaffee, Erdnüsse, Getreide nicht mehr existieren.
  4. Lebensmittel als Zusatz für den Kraftstoff – dafür hat sich eine Partei, die gerade das hätte verhindern müssen, einmal heftig eingesetzt. Gerade bei wachsender Weltbevölkerung sollte das ein Tabu sein. Für die Produktion von Palmfett z.B. werden in Indonesien und anderswo Regenwälder abgeholzt, um Palmen für Palmfett als Monokulturen anzupflanzen.
  5. Dieses Palmfett wird dann um den halben Globus transportiert ,um unserem Kraftstoff zugesetzt zu werden. Das auch noch angeblich der Umwelt zuliebe. Doch Indonesien ist weit. In Europa – vor allem in Osteuropa – werden immer größere landwirtschaftliche Flächen für den Anbau von Nahrungsmitteln verwendet, die dann umgehend in Kraftstoff oder Biogasanlagen wandern.
  6. Landwirtschaftliche Flächen in Afrika werden inzwischen für den Anbau von Futtermitteln für europäische Rinder genutzt. Diese Ländereien gehen den Menschen vor Ort für die eigene Ernährung verloren. Doch in wessen Händen befinden sich diese Flächen?
  7. Blumen aus Afrikanischen Ländern belegen wichtige Anbauflächen, auf denen Lebensmittel für den Eigenbedarf produziert werden könnten. Ich habe Eigentümer solcher Blumenflächen persönlich kennen gelernt. Es waren Europäer. Wir aber können hier billige Blumen kaufen. Sicher sind daran nicht nur wir Europäer schuld sondern auch korrupte Regionalpolitiker, die diese Flächen verkaufen.
  8. Die Europäische Rüstungsindustrie – Deutschland belegt jetzt nur noch Platz vier, trotz einer Verdoppelung seiner Rüstungsexporte. Wir liefern u.a. an Staaten wie Saudi Arabien oder Katar. Beides Staaten, die den IS finanziell und auch militärisch unterstützen. Deutsche Waffen sind daran beteiligt, die Menschen z.B. aus Syrien zu vertreiben.
  9. Die USA spielt gerne die Weltpolizei. Leider wird meist verbrannte Erde und Chaos hinterlassen. Schaut man nach Afghanistan, Irak, oder Lybien (da haben auch andere mitgemacht) lassen sich die Folgen leicht erkennen. In diesen Ländern wurden durch die Folgen dieser Einsätze Menschen in die Flucht getrieben. (dieser Komplex ist so vielschichtig, dass er mal gesondert von mir betrachtet wird.)
  10. Machtinteressen von Staatoberhäuptern afrikanischer Staaten, die lange Zeit mit Geldern aus Europa „ruhig“ gehalten wurden, weil sie vermeintlich westliche Interessen vertreten haben. Viele haben ihr Volk unterdrückt und ausgebeutet, bis den Menschen nichts anderes mehr übrig blieb als zu fliehen.
  11. Klimaveränderungen, die sich in Nordafrika verheerend auswirken und dafür sorgen, dass sich die Wüsten weiter ausdehnen. Es ist bekannt, dass die Menschen, die die Folgen dieser Klimaveränderung tragen, nicht die Verursacher sind.

Lest dazu auch: Schluss mit dem Gezeter

Fragen zur Weltbevölkerung

Fragen zur Weltbevölkerung

Wir bevölkern unsere Erde derzeit mit mehr als 7,3 Milliarden Menschen. Diese Zahl wächst ständig. Hochrechnungen bis zum Jahr 2050 lassen eine Bevölkerungszahl von ca. 9,8 Milliarden Menschen erwarten. Im Gesamtdurchschnitt wächst die Weltbevölkerung jährlich pro tausend Einwohner um 12 Geburten. Dieses Wachstum ist sehr ungleichmäßig verteilt. Die Entwicklungsländer wachsen stärker als der Durchschnitt und davon findet das stärkste Wachstum wiederum in  Asien statt. In einigen Ländern liegt die Geburtenrate bei mehr als dem Vierfachen der Sterberate. Als Beispiel hier ein willkürlich herausgegriffener Vergleich zwischen Deutschland und Nigeria. In Nigeria bringt eine Frau im Durchschnitt 5,5 Kinder zur Welt, in Deutschland haben wir lediglich 1,4 Geburten pro Frau.

Entwicklung der Weltbevölkerung Quelle: Statista

Entwicklung der Weltbevölkerung
Quelle: Statista

Es scheint sehr eindeutig zu sein, dass in Ländern mit mehr Bildung und Wohlstand, die Geburtenrate geringer ist als in den Ländern ohne diese Merkmale.
Vieles spricht dafür, dass die Industrienationen seit Jahrzehnten alles dafür getan haben, die Situation der Entwicklungsländer so zu halten, wie sie ist – arm und bildungsfern.

Countries by Population Density in 2015

 

Mir drängen sich da Fragen auf, die von der Weltgemeinschaft nicht klar beantwortet werden.

  1. Was wird von der Weltgemeinschaft (das kann nur die UNO sein) getan, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen?
  2. Warum verhalten sich die Industrienationen gegenüber dem Rest der Welt so, wie sie es seit Jahrzehnten tun?
  3. Wer ist eigentlich für diesen Ist Zustand verantwortlich? Sind es Wirtschafts- Währungs- Politiksysteme?
  4. Wer ist dafür verantwortlich, dass das Wachstum der Weltbevölkerung und deren ökologische Folgen heruntergespielt und manchmal sogar belächelt werden?
  5. Wie kann eine weiter wachsende Weltbevölkerung ernährt werden, ohne wie bisher, die Erde und deren Zustand als Ganzes, außer Acht zu lassen?
  6. Wie kann für alle Lebewesen auf dieser Erde genügend Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden?
  7. Welche Flächen können noch besiedelt werden, wenn nicht mehr ausreichend Raum für die Menschheit vorhanden ist?
  8. Wie können bei diesem Bevölkerungswachstum die Interessen des Gesamtsystems Natur, der Pflanzen, Tiere und der Menschen auf unserem Planeten vertreten werden.
  9. Warum lassen wir, die wir uns informieren können, uns das alles gefallen?

Die Liste der Fragestellungen kann beliebig erweitert werden. Doch ich will es im Moment dabei bewenden lassen.

Schritt für Schritt will ich in Beiträgen auf diese Fragen und mehr eingehen. Wenn Du Lust hast, lieber Leser, kannst Du mich dabei beleiten und auch Deine Meinung mit einbringen. Ich würde mich darüber freuen.

 

Lies auch: Die Welt unter einem Dach

Links zur Weltbevölkerung:
Aktueller Zähler
Zahlen zu Ländern und Regionen

Die Welt unter einem Dach

Villamondial

System Zusammenhänge
System Zusammenhänge

Die Welt unter einem Dach

Villamondial - die Welt unter einem Dach
Villamondial – die Welt unter einem Dach

Villamondial oder Villa mondial steht für die Welt Villa oder in meinem Sinne, die Villa, das Haus in dem die ganze Welt Platz findet, in dem die ganze Welt vorkommen darf und soll.

Deshalb der Untertitel: Die Welt unter einem Dach.
Das mag etwas vermessen wirken. Alles unter einem – in diesem Fall – unter meinem Dach?

In diesem Blog will ich über Zusammenhänge schreiben, möchte vom Großen, schrittweise auf Details kommen. „Über Gott und die Welt“ ist so eine Redewendung, die häufig zu hören ist. Über Gott werde ich wenig, über die Welt will ich viel schreiben.

Es geht mir um Systeme und Strukturen. Wenn ich im Großen beginne, müsste ich mit dem Universum anfangen. Ich beschränke mich und beginne mit unserer Erde. Die Erde ist Teil eines Planetensystems, sie wiederum beheimatet viele andere Systeme und Zusammenhänge, viele – ja die wichtigsten sind naturgegeben und für unseren Planeten überlebenswichtig. Andere Systeme sind von uns Menschen gestaltet worden – oft aus einer kleinen Perspektive, mit wenig Umsicht oder aus dem Egoismus der Mächtigen heraus.

Doch von diesen, von Menschen gestalteten Systemen hängt das Leben auf dieser Erde ab – häufig auch das Überleben von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Die Regeln, die wir Menschen aufgestellt haben, haben bis heute dazu geführt, dass ein Teil der Menschheit auf Kosten eines anderen Teils der Menschheit, auf Kosten der Natur, auf Kosten des Planeten lebt. Religionen spielten und spielen in diesem Zusammenhang auch eine wichtige Rolle. „Dominium terrae  – Macht Euch die Welt untertan“ nehme ich hier nur als einen Hinweis dafür. Dieses Thema will ich noch ausführlicher behandeln.

„Das machen wir schon immer so“ oder „seit Menschengedenken ist das so“ sind und waren die Totschlagargumente zur Bestätigung unseres Handelns.

Die Wissenschaft und deren Erkenntnisse werden gerne als Begründung für unser Handeln herangezogen. Doch die Wissenschaft entwickelt sich schneller als unsere gesellschaftlichen Normen. Die Wissenschaft bietet heute in vielen Feldern bereits Erkenntnisse, über die wir als Gesellschaft vor Jahren noch milde gelächelt haben – die einige Gesellschaften auch heute noch nicht wahr haben wollen. Hier will ich nur den Hinweis auf die Zerstörung der Natur und deren Wirkungszusammenhänge geben. Noch immer nicht wollen wir Menschen verstehen, dass wir nur ein Teil der Natur und des gesamten Lebenssystems sind.

Villamondial - das Welt Haus
Villamondial – das Welt Haus

Da ich die Welt, wie bereits erwähnt, unter meinem Dach versammle, nehme ich mir die Freiheit und duze Dich, lieber Leser. Willkommen in meiner Welt Villa in der Villamondial.

Seid endlich still

Seid endlich still

Ein Kollege schrieb mir heute die folgende Email.
Gerne gebe ich diesen Text hier weiter.
das weite Meer
das weite Meer

Liebe Freunde,

ich kann mich noch genau daran inneren, wie im Jahr 1989 der Aufruf kam, Kerzen in die Fenster zu stellen, wenn man die Möglichkeit hatte, Menschen aus der damaligen DDR eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Unser Haus in Hessen war rundherum beleuchtet mit Kerzen und heute werden Flüchtlinge, die unsere Hilfe dringend benötigen, von Idioten und Arschgeigen bedroht, dies darf und kann nicht sein, die Vergangenheit hat uns dies gelehrt wie weit man mit solchen Parolen kommen kann.

Lesen Sie einmal „Spiegel Online“
http://spon.de/aezhI

Mit freundlichen Grüßen Ihr
J.W.

Lesen Sie auch:
Christliches Mittelmeer

Christliches Mittelmeer

Politisches taktieren

 

Christliches Mittelmeer
Christliches Mittelmeer

In den letzten Wochen häufen ich die Berichte über die schrecklichen Ereignisse auf den überfüllten Flüchtlingsbooten im Mittelmeer.

Mich ärgert das Taktieren unserer europäischen Politiker. Da werden Konferenzen abgehalten um danach die üblichen Allgemeinplätze zu veröffentlichen.

„Wir sehen uns zum Handeln aufgefordert.“ „Wir können ja nicht alle aufnehmen.“ „Wer soll denn die Kosten tragen?“ Wir sind nicht für die Situation in Afrika verantwortlich.“

 Sonntagsreden

In Sonntagsreden hören wir immer wieder die schönen Begriffe „Wertegesellschaft“. Welche Werte vertreten wir denn in unserer Gesellschaft? Wir sprechen gerne vom Christlichen Abendland. Ist das noch „christliches“ Verhalten, das wir Europäer derzeit zeigen? Wir haben politische Parteien, die sich christlich nennen und ein großes „C“ in ihrer Kurzbezeichnung tragen. Ist das sozial? Auch Parteien die ein großes „S“ in ihrem Namen tragen frage ich das.

 Schuld

Sicher, die Frage nach der Schuld ist ja berechtigt. Doch an erster Stelle müsste meiner Meinung nach die Rettung der Menschen stehen.

Wenn wir die Geschichte Afrikas mal genauer betrachten, finden wir durchaus auch Ansätze für ein wenig Mitverantwortung der Europäer für die Situation. Ich will hier nicht die Details des Kolonialismus, des Welthandels und des Währungssystems ausbreiten.
Doch auch in jüngerer Zeit hat Europa schnell gehandelt, als es darum ging, z.B. in Libyen militärisch einzugreifen, Waffen zu liefern und mehr. Nicht dass ich hier den Exdiktator Muammar al-Gaddafi verteidigen will. Nur, die Destabilisierung der Region wurde durch das Eingreifen der Europäer beschleunigt. Und gerade Libyen ist heute das Land, von dem aus die meisten Boote zur Fahrt in den Tod geschickt werden.

Aber es geht ja bei den Flüchtlingen nicht nur um Afrikaner, sondern auch um Menschen aus Ländern wie z.B. Syrien.

 Christliches Abendland

ROLLEIDa gibt es Leute, die sorgen sich um das Abendland, weil Flüchtlinge hier herkommen. Der Begriff Wirtschaftsflüchtlinge ist eine Verzerrung der Realität.

Menschen, die Hunger, Folter und Mord ausgesetzt sind, fliehen, um ihr Leben zu retten. Im letzten Jahrhundert sind viele Deutsche aus Deutschland geflohen – ist das schon zu lange her um sich daran zu erinnern? Da gab es Staaten, die diese Menschen aufgenommen hatten.

Wir haben in europäischen Häfen sicher auch einige ausrangierte alte Boote und Schiffe, in gleichem Zustand wie die Flüchtlingsboote. Vielleicht will jemand den Flüchtlingen zur Rettung des Abendlandes damit entgegenrudern?

 Eigeninitiative

Jenseits von Zynismus bewundere ich die Initiative von Harald Höppner mit vielen anderen freiwilligen und seiner Aktion Sea-Watch. Er hat ein altes ausrangiertes Schiff gekauft und rüstet es für private Rettungsaktionen im Mittelmeer um. Es soll bald losgehen.
http://www.stern.de/tv/sterntv/privat-initiative-sea-watch-kutter-soll-rettungsboot-fuer-fluechtlinge-werden-2180747.html

Außerdem stimme ich Herrn Rupert Neudeck, Mitgründer des Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V. Projektes zu. Damals ging es um die Rettung der sogenannten „Boatpeole“ im Bereich des Vietnamesischen Meers.

Herr Neudeck sprach vor wenigen Tagen im Fernsehen von der Rückkehr zum Prinzip „Mare Nostrum.“ Das wurde ausschließlich von der italienischen Marine und Küstenwache durchgeführt und finanziert. Herr Neudeck schlug vor, dass z.B. nun auch mal die deutsche Marine dort eine Weile lang zum Einsatz kommen könnte – und danach können sich ja auch weitere EU Staaten nacheinander ablösen.

Politik bewegt sich zäh

Nun, seit ca. einer Woche bewegt sich etwas. Aus der Politik kommen zum Teil abenteuerliche Vorschläge. Bemerkenswert fand ich den Vorschlag, die Fischerboote z.B. in Libyen kurz nach dem auslaufen, zu zerstören. Wie das gehen soll und was dann aus den Flüchtlingen wird, drang leider nicht bis an meine Ohren.

Der Geldbetrag, der für die „Rettung“ der Flüchtlinge ausgegeben wurde, wurde nun mal schnell verdreifacht. Das System wurde aber beibehalten. „Gefischt“ wird nach wie vor nur an der Küsten der Europäischen Union – und nicht wie bei „Mare Nostrum, dicht vor den Küsten Afrikas.“

Alternativlos

schuh-strandDie Bankenrettung vor einigen Jahren galt als alternativlos. Sie kostete viel Geld und wurde quasi über Nacht umgesetzt. (Auch die Rettung Griechenlands war in Wirklichkeit eine Bankenrettung. Die beschäftigt uns jedoch länger, weil dem Volk vorgegaukelt wurde, es gehe um Griechenland.)

Menschenrettung scheint nicht so alternativlos zu sein. Jedenfalls habe ich diesen Begriff im Zusammenhang mit der Rettung von Flüchtlingen nicht gehört.

Da kommen bei mir viele Fragen auf. Oft hören wir, es sei kein Geld da. Warum eigentlich nicht?

Das Thema wird uns noch weiterhin beschäftigen.
Doch genug für heute.

In einem weiteren Beitrag werde ich auch auf das Thema „Einwanderung“ und Bevölkerungsgröße eingehen.